Ablauf: Von Warteliste über Impfeinladung und Terminbestätigung bis zur Aufklärung, Impfung und Nachbeobachtung sowie Spätreaktionen.

Ganz unten finden Sie auch erklärende Videos !

Der Ablauf sieht so aus:

1) Eintrag auf unsere Warteliste: Sie können sich oben auf unserer Homepage hier unter "Eintrag Warteliste" auf unsere Warteliste eingetragen. Auf dieser Warteliste stehen aber oft mehr Menschen, als Impfstoff vorhanden ist und von uns abgearbeitet werden kann.

Zum aktuellen Thema "Drittimpfung" oder "Auffrischung nach 6 Monaten":

Die Stiko hat zunächst nicht, wie erwartet, eine Empfehlung für alle über 80-jährigen Patienten ausgesprochen. Zunächst wurde von der Stiko nämlich die Auffrischung nach 6 Monaten nur für Patienten mit Immunschwäche empfohlen. Das ist auch der Grund dafür, dass wir bisher unsere Listen für die Terminvergabe noch nicht abtelefoniert haben. Jetzt (brandaktuell!) hat die Stiko aber doch noch eine allgemeine Empfehlung für alle älteren Patienten herausgegeben. Bemerkenswert ist, dass die Stiko nun sogar die Altersgrenze heruntergesetzt hat und bereits ab 70 Jahren eine Auffrischung für die Menschen empfohlen hat, deren 2. Impfung mehr als 6 Monate zurückliegt. Das dürften recht viele Patienten werden, da ja die Impfzentren geschlossen haben.

Angesprochen sind neben den o.g. älteren Patienten auch Patienten mit Immunschwäche (durch Medikamente oder Krankheit) und Personal in bestimmten medizinischen oder pflegerischen Einrichtungen.

Die Stiko hat noch folgenden Satz in der Empfehlung veröffentlich:

"Der Beschlussentwurf und die dazugehörige wissenschaftliche Begründung sind heute in ein Stellungnahmeverfahren betroffener Fachkreise und der Bundesländer gegangen. Änderungen sind daher noch möglich. Die endgültige Aktualisierung der STIKO-Empfehlung erscheint zeitnah im Epidemiologischen Bulletin."

In der nächsten Woche wird die aktuelle Empfehlung wohl offiziell gültig sein. Nach unserem Herbsturlaub werden wir dann auch beginnen, unsere Listen abzutelefonieren und Patienten einzubestellen. Wir können aufgrund des Wegfalles der Impfzentren nur schwer abschätzen, welcher Arbeitsaufwand uns ereilen wird. Da die Zeit immer schon knapp war und es heutzutage auch schwierig ist, entsprechendes Personal für solche aufwändigen Tätigkeiten und Vorbereitungen zu organisieren, überlegen wir, wie wir unsere Abläufe strukturieren wollen. Wir denken deshalb über Impfaktionen an einigen Samstagen nach. Es werden noch konkrete Informationen folgen.

2) Einladung per SMS oder Telefonanruf: Nach Eintrag auf der Warteliste werden von uns dann Patienten kontaktiert und bekommen nach und nach Termine. Sie sollten sich aber nicht bei uns einen Termin geben lassen, wenn Sie einen Termin  bei anderen Anbietern haben. Fernbleiben von Impfterminen führt zu Terminchaos und im Extremfall zu Verlust von wertvollem Impfstoff! 

3) Besuch unserer Homepage: Auf "www.dr-leschnik.de " können Sie nun die erforderlichen Dokumente herunterladen, die Sie unbedingt zu ihrer Impfung ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben mitbringen sollten.  Sie können sich also vorher in Ruhe Informationen zum vereinbarten Impfstoff durchlesen, einen Anamnesebogen ausfüllen und eine Aufklärung unterschreiben.

4) Ihre feste Terminzusage per email: Sie sollten uns dann über den Link "email" auf der Startseite dieser Homepage, bzw.  im Impressum dieser Homepage oder manuell an " info@dr-leschnik.de " eine Bestätigung senden, dass Sie pünktlich zu ihrem Termin erscheinen werden und alle Unterlagen mitbringen werden. Hier reicht ein freier Text: "Hiermit bestätige ich verbindlich, dass ich meinen Impftermin am 7.3.2021 um xx.xx Uhr wahrnehmen werde". Bringen Sie neben den genannten Unterlagen auch ihren Personalausweis, die Versicherungskarte und den Impfausweis mit. Sollten Sie keinen Impfausweis haben oder finden können, stellen wir ihnen eine Ersatzbescheinigung aus. Viel besser wäre aber der Impfausweis! Bitte bedenken Sie: Es wäre extrem ärgerlich, wenn Sie trotz Bestätigung nicht zum Termin pünktlich erscheinen. Das kann dazu führen, dass Impfstoff verloren geht und Abläufe durcheinander geraten, was extrem ärgerlich wäre!

5) Erscheinen zum Impftermin: Kommen Sie bitte pünktlich zu ihrem Impftermin. Bitte kommen sie nicht mehr als 15 Minuten früher - auch beim Warten kann der Platz knapp werden. Kommen Sie auch auf keinen Fall später. Bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:

a) Anamnesebogen: ausgefüllt und unterschrieben (bestehend aus 1 Seite: können Sie unten herunterladen).

b) Einwilligung: ausgefüllt und unterschrieben (bestehend aus 1 Seite: können Sie unten herunterladen).

c) Aufklärung: ausgefüllt und unterschrieben(bestehend aus 4 Seiten- können Sie unten herunterladen)

a plus b plus c = 6 Seiten insgesamt. Bitte drucken Sie also 6 Zettel aus und bringen diese ausgefüllt mit. 

Klicken Sie bitte dafür auf "Dokumente" ganz unten. Hier können Sie alle 6 Zettel herunterladen.

d) Impfausweis: (bitte nur, wenn Sie ihn beim besten Willen nicht finden, können ohne Ausweis kommen. Notfalls können wir auch eine      Bescheinigung ausstellen).

e) Versicherungskarte

 

6)) Impfung:  Es wird in den Oberarmmuskel geimpft. Auch bei Patienten mit "Blutverdünnern". Sagen Sie uns bitte trotzdem unbedingt, wenn Sie Blutverdünner nehmen! Wir müssen dann etwas länger drücken. Sie bekommen nach der Impfung gleich schon einen Termin für die zweite  Impfung. Der Termin für die zweite Impfung ist automatisch mit der ersten Impfung festgelegt und kann nicht verschoben werden. Sie bestätigen mit dem Termin für die erste Impfung also gleich automatisch auch den Termin für die zweite Impfung. Zur Zeit verwenden wir so gut wie ausschließlich den Impfstoff von BioNtech. Anschließend erhalten Sie ihren QR-Code, den Sie für die CovPass App oder die WarnApp verwenden können.

7)Die Nachbeobachtung: Nach der Impfung werden Sie 15-30 Minuten beobachtet. Sehr selten mal kann es, wie bei allen anderen Impfungen auch, zu allergischen Reaktionen kommen. Ganz selten auch mal zu einem Schock mit Kreislaufversagen, ausgeprägter Nesselsucht oder einem Asthmaanfall. Das ist aber extrem selten und gilt für fast alle Medikamente und Impfstoffe. Die entsprechenden Notfallmedikamente liegen in der Praxis vor.                   

Es wäre von Vorteil, wenn Sie im Auto kommen könnten und sich einen Angehörigen mitbringen könnten. Sie könnten dann in Praxisnähe im eigenen Auto vom Angehörigen überwacht werden und hätten durch das Auto auch gleich ihr "kleines privates kontaktfreies Isolationszimmerchen" dabei. Da Sie auf jeden Fall in Praxisnähe parken müssten, könnten Angehörige uns so umgehend im Notfall erreichen. Sie müssen natürlich nicht im Auto kommen, es wäre aber von Vorteil. Selber fahren oder ohne Angehörige erscheinen sollten Sie aber nicht! Sie werden nach den 15 Minuten noch einmal kurz kontaktiert und dann von uns verabschiedet. Bitte nicht ohne Verabschiedung nach Hause gehen oder fahren!

8) Nach der Nachbeobachtung: Ganz selten kann es nach einer Impfung auch mal noch nach der Nachbeobachtung zu allergischen Reaktionen kommen. Insbesondere, wenn diese innerhalb von 24h auftreten und mit Blutdruckabfall, Herzrasen, Luftnot, Asthma, sich ausbreitendem Hautausschlag (überall oder auch nur am Arm), Benommenheit oder Ohnmacht einhergehen, sollten Sie sofort ärztliche Hilfe anfordern, am Besten gleich über die Nummer der Rettungsleitstelle 112. Das ist aber eine Seltenheit, da diese Form der Allergie meist in den ersten Minuten auftritt.

Nicht selten ist nach ca. 8-48 Stunden eine normale Impfreaktion mit Gliederschmerzen, leichter Wärme und Hautrötung im Oberarmbereich, die sich aber nicht schnell über den gesamten Arm oder Körper ausdehnt, Fieber bis 38 Grad, leichter Kopfschmerz und leichtes Krankheitsgefühl. Bitte bedenken Sie, dass aber leider genau diese Symptome auch Zeichen für die COVID19 Infektion selber sein können. Wenn die Symptome nach der Impfung auftreten, brauchen Sie ja keine Angst zu haben, da der Zusammenhang mit der Impfung dann sehr wahrscheinlich ist! Sie sollten sich meiner Meinung nach aber trotzdem zur Sicherheit dann isolieren und zumindest einen Schnelltest machen. Sollten diese Symptome über 24 Stunden anhalten, würde ich auch eine PCR beim Arzt empfehlen. Es wird einige Wochen dauern, bis Sie etwas Impfschutz aufbauen und erst nach der 2. Impfung werden Sie mit einigen Wochen Abstand den Vollschutz haben. Also: Sicher ist sicher! Bei solchen Symptomen lieber auch einen Test machen lassen, immun gegen Covid kann man direkt nach der Impfung ja noch nicht sein!. 

Bei der normalen Impfreaktion, die meist mit o.g. Symptomen nach 8 Stunden beginnt, hilft gut Ibuprofen oder Paracetamol in üblicher Dosis sowie Kühlen bei Hitzegefühl im Arm.

Die folgenden Inhalte müssen Sie nicht lesen! Für interessierte Patienten folgen nun aber weitere Erklärungen:

 

1) So funktioniert die Videosprechstunde:

                  https://youtu.be/W6o41HkSk1k

In einigen Fällen (aber gewiss nicht immer) würden wir Sie gerne vor der Impfung per Videosprechstunde kontaktieren. Auch in Zukunft wollen wir dieses Medium öfter nutzen. Deshalb könnte es sich für Sie lohnen, sich einmal mit dem oben verlinkten Video zu befassen, damit Sie vorbereitet sind, wenn wir Sie per Videoanruf kontaktieren sollten. Die Einladung zu einer Videosprechstunde erfolgt meist per SMS und selten auch mal per email zu einem in der SMS vorgeschlagenen Zeitpunkt.

Sehr wichtig!!! : Wenn Sie gefragt werden, ob das Handy bzw. Safari, Explorer oder welcher Browser auch immer auf ihre Kamera oder ihr Mikrofon zugreifen darf, müssen Sie dieses mit "ja" beantworten!!! - Sollten Sie im Wartezimmer sein und immer wieder von Dr. Leschnik angerufen werden und es kommt keine Verbindung zustande machen Sie bitte Folgendes: Unten in der blauen Zeile sehen Sie "Infos Nachrichten und Systemcheck". Klicken Sie bitte hier auf "Systemcheck"- sollten Sie hier erneut gefragt werden nach Mikrofon und/oder Kamera bitte mit ja bestätigen. Sollte es dann immer noch nicht funktionieren, haben Sie irgendwo dem Browser oder dem Handy den zugriff auf Kamera und Mikrofon blockiert. Prüfen Sie dieses bitte vorab. Der Browser (bei apple zB. Safari) muss auf das Mikrofon und die Kamera zugreifen können. Bei Apple zB: Einstellungen-Safari-Datenschutz und Sicherheit-Kamera und Mikrofonzugriff. Es muss aktiviert sein!

Es kann auch nicht schaden, wenn Sie sowieso die Wartezeit dazu nutzen und gleich nach Eintritt ins Wartezimmer schon einmal den Systemcheck machen. So können Sie eventuell Verbindungsproblemen vorbeugen. Sollte hier eine Fehlermeldung erscheinen, sollten Sie wie oben beschreiben vorgehen. Bei Fehlermeldung im Rahmen des Systemchecks macht es keinen Sinn wieder zu warten: Es wird dann nicht funktionieren!

2) Nebenwirkungen des Impfstoffes:

Lesen Sie sich bitte dazu die entsprechenden Aufklärungsbögen genau durch, die Sie unter "Download" herunterladen können. Melden Sie sich bei Fragen am besten vorher unter info@dr-leschnik.de. Erfahrungsgemäß ist während Impfaktionen die Zeit immer knapp. Da wir zur Zeit mit BioNtech impfen hier die drei wichtigsten Punkte noch einmal auf den Punkt gebracht:

1) Allergie/Schock: Selten kommt es zu allergischen Reaktionen bis hin zum Schock. Deshalb werden Sie auch 15-30 Minuten (je nachdem, ob Sie vorher schon mal einen Schock hatten oder Allergien hatten) überwacht. Eine allergische Reaktion macht sich bemerkbar z.B. durch Schwindel, Ohnmachtssgefühl oder Ohnmacht, Herzrasen, Hautausschlag, Juckreiz oder Atemnot. Das ist sehr selten! Wir haben bisher keinen einzigen solchen Fall erlebt. Aber viele Patienten sind angespannt und besorgt. Auch solche Patienten bekommen manchmal eine ganz ähnliche Symptomatik, da ihnen nach Anblick einer Spritze oder durch den Gedanken an Nebenwirkungen "das Blut in die Beine sackt". Deswegen stehen sie langsam nach der Impfung auf und machen sich keinen Stress! So ein "Blut in die Beine sacken" durch psychischen Stress ist harmlos und innerhalb von Minuten wieder vorbei, wenn man sich kurz hinlegt und die Beine hochlegt. Ein Glas Wasser hilft dann auch. Der Arzt wird zwischen dieser Reaktion und einer Allergie unterscheiden können. Ganz selten kann es auch mal nach den ersten 15 Minuten eine echte allergische Reaktion (Spätreaktion) geben, wenn Sie wieder zu Hause sind. Sollte das der Fall sein, müssen Sie die Sache ernst nehmen und sofort per 112 einen Notarzt kontaktieren. Aber haben Sie keine Angst: Wir haben das noch nie erlebt!

2) Reaktion nach 1 bis 3 Tagen: Das ist meist eine ganz normale Impfreaktion: Manche Patienten spüren dann einfach, dass ihr Immunsystem anfängt zu arbeiten. Das kann wohl unangenehm sein: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schwächegefühl, manchmal auch Fieber sind keine Seltenheit. Da man auch trotz Corona-Impfung noch Corona bekommen kann, kann niemand zB. bei Fieber ausschließen, dass es nicht doch Corona ist, oder ein anderer Virus. Der zeitliche Zusammenhang mit der Impfung legt nahe, dass der Auslöser die Impfung war: Sicher ist das aber nicht. Ich empfehle meinen Patienten mit Fieber nach Impfung deshalb auch besser nicht arbeiten oder zu Freunden zu gehen. Ein eigner Schnelltest oder ein Gang zum Arzt bei starken Beschwerden ist dann auch genauso sinnvoll, wie eine Krankmeldung und kurzzeitige Selbstisolation. Sollten die Beschwerden mit Fieber anhalten, wird der Arzt evt. auch eine PCR durchführen.

3) Herzmuskelentzündung (Myocarditis): Es ist relativ neu, dass diese Nebenwirkung bei mRNA-Impfstoffen, wie BioNtech beschrieben wird. Diese Nebenwirkung tritt aber selten auf. Auch diese Nebenwirkung habe ich bisher persönlich bei meinen Patienten noch nicht bemerk. Ein möglicher, seltener Zusammenhang gilt aber als sehr wahrscheinlich. In den meisten Fällen verläuft diese seltene Nebenwirkung aber auch milde. Manchmal sogar so mild, dass die Betroffenen es nicht einmal bemerken. Sollte man sich sehr belasten (z.B. anstrengendes Fußballspiel, Marathon, Krafttraining), und unbemerkt eine Myocarditis dabei ausbrüten, ist die Gefahr von schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen gegeben. Deshalb sollte man sich auch die ersten Wochen nach der Impfung nicht übermäßig belasten und einen Arzt (z.B. Hausarzt oder am Wochenende Notdienst) innerhalb dieser Wochen auch sofort informieren, wenn man "schneller aus der Puste ist", Druck in der Brust verspürt oder "Herzklabastern" wahrnimmt.

 

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